Gefährliches Sexting: Vorsicht vor WhatsApp

Ein einsamer Abend. Man ist im Hotel, liegt gemütlich auf der Couch oder sitzt in der Bar seines Vertrauens…

hottes-babeWährend alle um einen herum in Gespräche verwickelt sind und schon beim dritten Versuch angekommen sind das Herzblatt des Abends anzuflirten, verkriecht ihr euch vielleicht lieber?

Entweder weil die Schüchternheit wieder einmal siegt oder das ganze Konzept des Ansprechens, Small-Talk halten und Höflichkeiten austauschen einfach zu anstrengend ist?

Da kommt einem der einfache Weg über WhatsApp in Kontakt mit anderen zu treten doch gerade Recht. Hinter der Schutzfunktion der Tastatur lassen sich Schmeichelein und schlüpfrige Anmerkungen viel leichter sagen als im wahren Leben.

 

Ich verstehe was, was du nicht liest

pfeilDoch wer es sich so einfach macht, läuft beim Flirten über das Chattool schnell Gefahr in die falsche Richtung zu steuern.

 

frivole-doppeldeutigkeitenWer sich mit einer Person erst seit kurzem kennt oder den Gegenüber noch nie getroffen hat im schlimmsten Fall, schrammt oft am Rande der Missverständnisse vorbei.

Indirekte Kommunikation kann blitzschnell zu falschen Bildern führen.

Dabei müssen noch nicht einmal frivole Doppeldeutigkeiten ausgetauscht werden.

Das Verwenden von Sarkasmus, Ironie oder Botschaften, die auf zweierlei Art und Weise aufgefasst werden können, sind lediglich der Anfang einer Verkettung von Missverständnissen.

Nachfragen, falsche Ausgangspunkte und das Gespräch über einen Kernpunkt, der kaum geklärt ist, kann nicht nur zu Verwirrung führen sondern auch im Streit enden mit bösen Beschuldigungen.

Was zu Beginn als Scherz gedacht war, kann Freundschaften und Beziehungen mit nur einem Knopfdruck zerstören.

Action: Tu was!Tipp: Wer sich mit seinen Freunden und Partnern blind versteht, kann seine Chats mit Zweideutigkeiten problemlos füllen.

 

 

Das Auge liest mit

Der Chat mit dem Liebsten ist kein Ersatz für seine Nähe. Egal, ob Frau oder Mann – den Partner an der Seite zu haben und zu spüren, ist unersetzbar. Da sind Chats nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

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Um die einsamen Stunden oder kleinen Flirterein via Textfeld attraktiver und anziehender zu machen, ist der Griff zur integrierten Kamera meist nur am Anfang ein kleines Hindernis.

 

Fotos seines besten Stückes oder die prallen Gründe, warum man die Freundin liebt, finden so mit nur einem Klick den Weg in den Chat. Kurze, sexy Bilder um den Partner anzuheizen und die Ferne etwas zu überbrücken, sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.

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„Sexting“ – wie es in modernen Kreisen heißt, ist längst zum Bestandteil einer gesunden Beziehung geworden. Sicherlich, ein erigierter Penis oder ein Paar Brüste würzen die Satzteile, die es als Zusatz dazu gibt, ungemein und können die Wartezeit bis zum Wiedersehen verkürzen.

Die Gefahr lauert jedoch dahinter: Versendete Bilder und Texte, die über WhatsApp verschickt werden, gehören dem Betreiber und gehen als Eigentum in dessen Fundus ein. Rein rechtlich ist es dem Betreiber erlaubt, dass die Bilder zu Werbezwecken genutzt werden, weiter gegeben werden dürfen und keine Rechte beim Urheber bleiben.

Das mag einem persönlich bei Landschaftsbildern ziemlich egal sein, doch was passiert, wenn es je dazu kommen sollte, dass der beste Freund des Mannes als Teil einer Werbekampagne genutzt wird? Dazu noch noch ungefragt?

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Nicht immer ist es erwünscht, dass solcherlei Sexting-Bilder auch im Netz einsehbar sind für andere.

Die Freude dürfte sich bei den meisten Usern in Grenzen halten. Seit WhatsApp an den Internetriesen Facebook verkauft wurde, ist das Recht der Veröffentlichung von Bildern noch heikler geworden und offenbart zwei Möglichkeiten, wie die Fotos an die nicht erwünschte Öffentlichkeit geraten könnten.

Neben der Rechtelage spielt jedoch auch eine andere Sicherheitslücke ein großes Thema: Was passiert, wenn der WhatsApp-Account geknackt wird und der Zugang zu den heißen Bildern frei ist?

Hacker schwebt mit Sicherheit keine aufreizende Werbebotschaft vor, sondern erfreuen sich lediglich an der plakativen Zurschaustellung.

 

Kennen wir uns?

Apps, die lediglich auf Sexdates oder erotische Abenteuer ausgelegt sind, gibt es in Hülle und Fülle zum Download in den jeweiligen Stores. Doch viele User scheuen sich noch, den Schritt auf das offensichtliche Abenteuer zu zugehen.

Mit großen Ankündigungen wie „seriös“, und „sicher“ versuchen die Anbieter ihr Angebot aus der Schmuddelecke heraus zu bekommen, was jedoch nicht bei jedem Interessenten fruchtet.

Die Lust, sich mit Fremden zu unterhalten und dabei heiße Fantasien auszutauschen, bleibt jedoch bestehen. Was gibt es da Besseres als auf bekannte Apps zurück zu greifen, die mit einfachen Hilfsmitteln gleiche Anreize bieten?

Mit WhatsApp gelingt es schnell an Gleichgesinnte zu gelangen, wenn man den Seiten glaubt, auf denen sich Frauen zum Chat via WhatsApp anbieten. Keine Kreditkarte, keine Kontonummern – einfach Handynummer der Damen ergattern und schon startet das tollkühne Abenteuer. Wer dieser billigen Masche traut, landet mit Garantie in einer fatalen Situation, die ein seriöser Sexchat zu verhindern weiß.

 

fakeprofileDie Frauen, die sich per WhatsApp verabreden, sind in der Mehrzahl der Fälle reine Fakeprofile. Mit südländischen Namen und tollen Fotografien liegt es ihnen nur daran Telefonnummern zu sammeln und somit Zugriff auf verschiedene Daten zu erhalten oder sei es nur der Weiterverkauf an Drittanbieter, die Daten sammeln.

Während ein erotischer Chat mit einem Profil arbeitet und auch der User seine Identität verschleiern kann, bis man sich sicher genug ist dem Anderen zu vertrauen, ist WhatsApp nur mit der eigenen Telefonnummer nutzbar.

Wer diese heraus gibt, legt einen wichtigen Teil seiner Daten und Identität preis. Die kostenlosen WhatsApp-Kontakte können dabei überall auf der Welt sitzen – Moskau, Mexico oder Türkei.

Die Fakeprofile geben sich mit der bereits gewonnen Telefonnummer, die schon beim ersten „Hey!“ übertragen wird, nicht zufrieden und versuchen, oft nach einer geraumen Zeit des Erschleichens des Vertrauen, auch an Geld des Users zu gelangen. Über ausländische Bankkonten und Geldversand via Western Union erschleichen sich die gefälschten Damen ihre Beute und bleiben im Dunkeln bei ihren Machenschaften.

Die Verstrickungen sind so undurchsichtig, dass ein Eingreifen und ein Anzeigen des Betruges zwecklos sind.

Das Spiel mit der Lust lässt User unvorsichtig werden und regt die Kriminellen immer weiter an, dieses auch auszunutzen. Dabei gilt es nur zu überlegen: Wer stellt seine Telefonnummer freiwillig in das Internet, um mit einem fremden per WhatsApp einen Sexchat zu beginnen? Wer sich diesen Fakt kurz vor Augen wirft, kann Schlimmeres verhindern.

 

Action: Tu was! Tipp: Lieber auf ein bekanntes Datingportal ausweichen (hier findet ihr in einer Übersicht die besten Portale für Sexkontakte) und sich mit einem extra angelegten Profil in das Setting trauen. Extratip: Macht auch mehr Spaß!